Day 4 – Welcome in Ruanda

SORRY, Verspätung

Leider kam der gestrige Post zu DAY 3 in Ruanda etwas verspätet und dieser zum Tag 4 wird auch etwas verspätet gepostet. Das ganze liegt nicht nur an einer nicht immer vorhandenen Internet-Verbindung, sondern auch am „Lifestyle“.

In Ruanda dauert alles ein bisschen länger, Uhrzeiten werden nicht so genau genommen. Klingt komisch, ist es aber nicht! Auch coffeekult muss sich dem Pulsschlag des Landes anpassen. Wir wollen hier nicht mit Klischees aufwarten, aber die Einheimischen sagen uns das selbst immer wieder: Ein Termin ist zwar fixiert, aber es kann halt etwas dauern, bis er dann tatsächlich stattfindet.

Was man dagegen tun kann? NICHTS! Einfach alles so akzeptieren, wie es ist, man kann es sowieso nicht ändern!
Und irgendwie will man es auch nicht ändern!

BUT coffee first!

Auch wenn es langsam langweilig wird: Ihr wisst ja – coffeekult startet mit seinem eigenen Kaffee in den Tag! Warum? Siehe Blog DAY 3!
Heute dürfen wir in RUTU (unbedingt googeln!) den Vater von Josias mit coffeekult-Kaffee bewirten. Es ist uns wieder einmal eine Ehre. Peter kennt zwar ruandischen Kaffee, aber mit einem coffeekult-Kaffee aus Ruanda, aus der French Press, hatte er sichtlich seine Freude!
Das sind für einen Röster sehr persönliche Momente, für die wir einfach dankbar sind.
Falls es wer noch nicht mitbekommen hat: KAFFEE ist unsere Leidenschaft und dafür brennen wir!

Schiff ahoi!

Dann geht es – wieder einmal – ab ins BOOT! Der gestrige Wellenritt ist vergessen, dieses mal geht es sehr gemütliche 30 Minuten wieder zur Coocamu Cooperative. Den Namen hat man hier im coffeekult-Blog schon ein paarmal gelesen und daher gibt’s jetzt auch ein paar „Google Koordinaten“ – in Form eines Bildes. Irgendwie soll das gerade sehr „in“ sein, seine Kundinnen und Kunden dahingehend aufzuklären. Auch so kann man eine Nähe zu den Farmern herstellen, auch wenn sie in Wahrheit Lichtjahre von einem „persönlichen KENNEN“ entfernt sind.
Wir machen es wieder einmal etwas anders: coffeekult fährt einfach dort hin und schaut sich alles selbst an. Das ist für uns echtes Interesse-Zeigen und im Anschluss ein DIRECT TRADE. Immer können wir das natürlich nicht machen, denn coffeekult hat Rohkaffee aus der ganze Welt, aber wir bemühen uns sehr darum!

Der Ursprung einer jeden Tasse Kaffee?

Ja WO wird der wohl sein? Natürlich bei den Bäuerinnen und Bauern. Die Coocamu Cooperative direkt am Kiwusee hat genau 368 Mitglieder und bei einigen von ihnen will coffeekult einen Besuch abstatten. Der Weg führt uns von der Coocamu Cooperative hinauf auf einen Hügel, entlang vieler Bananenbäume und Kaffeepflanzen. Zugegebene – auch als Tiroler kommt man hier etwas ins Schwitzen, weil es einfach sehr schwül ist. ABER man hat immer einen sensationellen Rück-Blick, direkt auf den Kiwusee. Dort oben treffen wir einen Mitarbeiter der Coocamu Cooperative, der zugleich auch Pastor ist. Inmitten einer Straße, im Angesicht der umliegenden Armut der Menschen, spricht er einen Segen aus – für die Coocamu Cooperative, coffeekult und die ganze Welt. Ein sehr bewegender Moment, einer von vielen in diesen Tagen!

Coffeekult shakes again!

Beschwingt geht es dann wieder, nach sehr persönlichen Besuchen bei den Bauern, hinunter zur Kooperative. In einem kleinen „Dorfladen“ kaufen wir noch ein paar „Biskuits“ ein, ein sehr willkommenes Geschenk für die Kinder, die rund um die Kooperative wohnen, deren Eltern den Kaffee liefern.
Wir als Europäer würden das hier vielleicht als „Armut“ beschreiben. Die Menschen haben Gewänder an, die sie sicherlich seit Wochen und sogar Monaten tragen, aber mit einer absoluten Selbstverständlichkeit. Es ist immer der eigene Blick und der von außen, der die Wahrnehmung prägt…. aber eigentlich ist das ja die falsche Wahrnehmung. Normalität ist das, was vorherrscht!
Verschiedene Kulturen, verschiedene Lebensweisen, verschiedene Sprachen – aber Spaß und Frohsinn und ein nettes Tänzchen verbinden sehr schnell.
Ein kleines „shake-battle“ mit coffeeekult, mit schwingenden Hüften und Hintern, lässt pure ruandische Lebensfreude erspüren.

SO fängt alles an

Heute ist Zahltag auf der Coocamu Cooperative und so sind viele Bäuerinnen und Bauern vor Ort. Viele bringen gerade mit Fahrrädern, oder auf den Köpfen, schwere Säcke voll mit Kaffeekirschen.
Wir sind direkt beim mehr als schweißtreibenden Antransport dabei: Ein Bauer beispielsweise hat sicherlich 30 Kilogramm „auf dem Kopf“, der Schweiß rinnt ihm über Nacken und Wangen, aber er sieht glücklich aus.

Es wird abgewogen, dann landen die roten und teils grünen Kirschen im Wasserbad, denn die guten bleiben am Boden, die schlechte Ware schwimmt oben. Das kennen TirolerInnen nur von den Eiern! 🙂

coffeekult macht hier vor Ort keine „Kontrolle“, wir wollen aber ganz genau wissen, wer denn die Farmer sind, wie gearbeitet wird und auch die heutige Lohnauszahlung zeigt uns wieder einmal: DIRECT TRADE zahlt sich für die Menschen vor Ort aus. Wir sehen unmittelbar, wo und wie viel Geld bei wem landet und dass die Bauern korrekt bezahlt werden. Das macht einen auch etwas stolz!

Für uns ist Kaffee kein anonymes Produkt, coffeekult will seinen Kundinnen und Kunden ganz genau zeigen, woher das Ursprungsprodukt kommt: von sehr engagierten Bäuerinnen und Bauern, die stolz auf ihr Produkt sind, aber kaum wissen, wie und wo es verarbeitet wird.

Time to say Good Bye Coocamu!

Es gibt für uns wieder ein unglaublich leckeres und in der Kooperative frisch zubereitetes Mittagessen, mit diesem typischen und schmackhaften Kiwusee-Fisch und wir enden unseren Besuch in der Coocamu Cooperative mit einem klassischen Gruppenfoto.
DANKE!

Day 4 - Welcome in Ruanda
Day 4 – Welcome in Ruanda

Der coffeekult-Kaffee aus Ruanda stammt von mehreren Kooperativen und so fahren wir weiter mit dem Boot und dann per Auto und in nur 30 Minuten erreichen wir im Rutsiro Distrikt die Bwishaza Kooperative. Hier gibt es knapp 600 Mitglieder.

Uns empfängt eine sehr quirlige Kooperative, denn an allen Ecken und Enden ist gerade etwas los. Wir sehen hier den ganzen Prozess der Kaffeeaufbereitung: es wird fleißig gewaschen und dann die Kaffeebohnen per Hand nach Qualitätskriterien aussortiert. Auf den Hochbeeten sind ganz frische Kaffeekirschen beim „Chillen“ in der Sonne, andere haben schon eine gewisse sommerliche Bräune eingefangen, sie liegen bereits seit 3 Wochen zum Trocknen auf.

coffeekult ist es ein Anliegen direkt mit den Arbeiterinnen und Arbeitern auf der Bwishaza Kooperative in Kontakt zu kommen, wir sind neugierig über ihre Sicht der Arbeit und ihre ganz persönliche Kaffee-Faszination. Eine Mitarbeiterin erzählt uns stolz, dass sie schon seit 9 Jahren hier mit dabei ist, also seit dem Start dieser Kooperative. Und Kaffee bekommen sie immer wieder vom Manager zum Verkosten, eine tolle Idee, wie wir finden!

Lets talk about coffee, Baby – lets talk about you and me!

Mit Immaculee und Josias geht es hier ans Kaffee-Eingemachte. Wir sind schließlich nicht für wilde Boot-Ausflüge oder Abenteuerurlaub hier, sondern es ist natürlich auch Arbeit!
In der Bwishaza Kooperative schauen wir uns die Bohnen-Verarbeitung an und lassen uns auch die Schätze im riesigen Lager zeigen.

Natürlich lassen wir uns dabei auch gleich ein paar spannende Kaffee-Varietäten einpacken. Diese wollen wir für euch als „Sample“ erst einmal ausprobieren und damit dann in Zukunft – eventuell – gerne einmal überraschen 🙂

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