Day 3 – Welcome in Ruanda

Des mag i!

Day 3 in Ruanda

Ein typischer coffeekult-Frühstückstisch sieht aus, wie auf dem Foto. Auch TAG DREI startet so: Natürlich mit frisch gebrühtem coffeekult!
Der Kaffee ist aus jenem Land, in dem wir gerade sind: aus Ruanda, im Herzen Afrikas!

Nein – wir sind dabei nie „respektlos“ und wollen auch dem Hotel gegenüber keinen Affront bieten oder irgendwie versuchen zu belehren. Selbstverständlich fragen wir immer nach, ob das auch OK ist.
Warum coffeekult das macht?

Was gibt es Schöneres für einen Röster, als den selbst gerösteten und veredelten Kaffee genau dort zu genießen, woher auch der Rohkaffee kommt. Mehr kann man einem Land in Sachen Kaffee nicht näherkommen, mehr Respekt und Ehre kann man den Kaffeebauern im Land nicht zollen.

Kaffee immer und überall

Wir starten in den Tag mit einer fast 4-stündigen Reise, auf einer recht gut ausgebauten Straße. Es geht zum weltbekannten Kiwusee. Der in dieser Region sehr nährreiche und vulkanische Boden hat eine ganz besondere Arabica-Sorte gedeihen lassen.
Kaffee hat im Land eine große Tradition, jedoch leider nur im Anbau und Verkauf und nicht in der Konsumation. Das ist in vielen der Kaffee-Ursprungsländern so.
Aber das Thema Spezialitätenkaffee ist in Ruanda immer mehr im Kommen und so begegnen einem, ganz unerwartet und völlig überraschend, plötzlich kleine Cafés.
Ein Freund von Josias führt diese kleine „Kaffeehaus-Kette“ Stafford Coffee mit viel Liebe zum Detail und mit westlichem Standard. Für coffeekult einer der vielen ganz notwendigen Stopps, denn so können wir euch auch immer und überall auf dem Laufenden halten. Bei einem hervorragenden ruandischen Kaffee, mit vielen Stories und Posts auf unseren Social Media Kanälen

Weiter geht es nach Kibuye am Kiwusee. Es scheint, als ob man plötzlich in ein anderes Land kommt: Kigali und die Umgebung sind schon sehr fruchtbar und grün, hier wird die Vegetation aber noch einmal vielfältiger und lebendiger. Bananenbäume und tropische Pflanzen säumen die Wege und blühen auf den Feldern. Fast sprachlos macht einen dann der Anblick des Kiwusees und welch Überraschung – coffeekult goes on BOAT!
Wir verlassen das Auto und in einem recht schicken Motorboot geht es dann 40 Minuten gemütlich und beschaulich über den See. (Ganz im Gegenteil zur späteren Reise am Abend, aber dazu später mehr.)
Genau durch die Mitte des Sees verläuft die Grenze der Demokratischen Republik Kongo. Man hat hier ein gutes Auskommen mit den Nachbarn, erzählt man uns und die hier lebenden Menschen können diese Staatsgrenze im Wasser auch recht unkompliziert passieren.

WILLKOMMEN IM PARADIES

ENDLICH ist coffeekult am Höhepunkt seiner Ruanda-Reise angekommen: Direkt bei den Kooperativen, die uns für unseren coffeekult Kaffee aus RUANDA die Rohkaffeebohnen liefern. Da schlägt einem das Herz schon einmal höher und vor allem schneller! Endlich angekommen, so fühlt es sich hier an in der Coocamu Cooperative, deren Direktor Josias ist und deren Bohnen Immaculee nach Österreich bringt.
Hier findet echtes KAFFEE-LEBEN statt, immer und überall: es werden Kaffeebohnen sortiert, ein paar trocknen auf den Hochbeeten….
Zugegeben: Hier kommt unsere eigene Beschreibung und Erzählung im Blog etwas ins Stocken, für Gefühle und Emotionen wurden einfach noch nicht die richtigen Worte geboren, eine gewisse Sprachlosigkeit darf hier schon einmal sein…
Wir sind einfach nur überwältigt und angekommen!

Day 3 - Welcome in Ruanda
Day 3 – Welcome in Ruanda

NEXT Magic MOMENT!

Und wieder ein coffeekult MAGIC MOMENT.
Unsere Kaffeeröstung aus Ruanda wird von jenen Bauern nun ERSTMALS getrunken, die ansonsten die Kaffeebohnen „nur“ einsammeln und dann über die Kooperative weiter verkaufen. Menschen in Ruanda trinken eigentlich recht wenig Kaffee, die Bohnen werden mehr als Mittel zum Zweck verwendet, denn damit kann man Geschäfte machen.

coffeekult möchte den Bauern aber genau jene Möglichkeit bieten, endlich einmal ihr veredeltes Produkt selbst zu verkosten. Für uns eine unglaublich spannende Möglichkeit und sehr große Ehre!
Schnell Wasser aufkochen, ein paar Bohnen mahlen und dann in der French Press zubereiten UND VERKOSTEN. Für die meisten Bauern ist das das erste Mal, dass sie ihren eigenen Kaffee trinken. Wir sind gerührt und dankbar! Was für ein besonderer Moment.

Coffeekult sagt: Urakoze cyane/ VIELEN DANK ihr lieben Farmer für das tolle Produkt!

Herzlichkeit, Dankbarkeit, Rwanda!
Wir werden gleich in die Kaffee-Familie mitaufgenommen und zwar mit einem eigens für uns zubereiteten Essen, einer wunderbaren Köchin auf der Kooperative! Reis, Bohnen, Kartoffeln, Rindfleisch und der hier so bekannte Kiwusee-Fisch. Liebe geht durch den Magen, das können wir bestätigen!

Im Anschluss gibt es für uns eine Besichtigung der Coocamu Kooperative, also jenem Ort, wo die Bäuerinnen und Bauern ihre RohkaffeeKIRSCHEN hinbringen, das Urprodukt eines jeden Kaffees. Kaffee ist hier allgegenwärtig: Wir finden frische Kaffeekirschenschalen, die ganz schwarz werden und als wertvoller Dünger eben für Kaffeepflanzen und Bananenbäume eingesetzt werden.

Bei der händischen Sortierung im Becken werden die unreifen Bohnen von den reifen händisch getrennt, nebenan werden die Qualitäten sorgsam voneinander getrennt. Auf den Hochbeeten werden die Kaffeebohnen getrocknet, sobald aber – wie an diesem Tag – der Regen aufkommt, sofort wieder gut behütet abgedeckt.

Out oft he DARK!
Wie schnell doch die Zeit vergeht!
Jeder kennt das: kommt man ins Schwärmen, kommt man einfach nicht so schnell weg. Auch coffeekult kann das einmal passieren! Aber man muss auch sagen, dass es in Ruanda bereits um 18 Uhr dunkel wird.
Glücklich, gestärkt und voller Eindrücke geht es OUT OF THE DARK im Dunkeln und mit Handy-Taschenlampen und Stirnleuchte wieder retour zum Kiwusee.

Dort startet ein waghalsiger Wellen-Ritt: Ebenfalls im Dunkeln, ganz ohne Licht werden wir von einem Bootsmann zum Apartment gebracht, die wilde Fahrt dauert rund eine Stunde. Wie Tiroler – sprichwörtlich – mit den „Skiern an den Füßen“, kommen die Menschen hier fast „schwimmend“ auf die Welt, erzählt man uns. Boote fahren können schon die Kleinsten, man navigiert im Dunkeln und findet dann auch fast blind nachhause!
Ein wenig überrascht hat dann aber alle der wilde Sturm, peitschendes Wasser, ein extrem wankendes Boot…. sogar der Einheimische unter uns meinte, es sei gar nicht so ungefährlich gewesen….. aber das ist wieder eine andere Geschichte – und wir wollen niemanden mit Nicht-Kaffee-Themen langweilen 🙂

MORGEN am TAG 4 geht’s über Stock und über Stein. Wir werden die Farmer auf ihren Feldern und in ihren Hütten besuchen. Vor allem ihnen wollen wir auch unsere Wertschätzung zeigen. Sie sind jene, die ganz am Beginn einer jeden Tasse Kaffee stehen.

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